„Männer
sind wie Schuhe. Sie können uns größer und schöner wirken lassen,
unsere positive Seiten unterstreichen. … Sie können uns den Rücken
stärken, uns wunderbar wärmen und Halt geben. … Andere sehen
fantastisch aus, hinterlassen aber böse Spuren...“
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Dieser
von der Autorin Hera Lind initiierte Vergleich scheint bei näherer
Betrachtung durchaus passend. Denn zwischen Männern und Schuhen
lassen sich tatsächlich einige Gemeinsamkeiten feststellen. Und so
manche Frau wird früher oder später vor die Frage gestellt:
bequemer Schnürschuh oder atemberaubender High Heel?
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So
ergeht es auch Lotta. Sie lebt als Inhaberin einer Musikschule in dem
kleinen Örtchen Heilewelt und führt ein beschauliches, ruhiges
Leben mit drei Kindern und Lebensgefährte Jürgen. Ihre einzige
Sorge sind übermotivierte Eltern, die das musikalische Talent ihrer
Sprösslinge schonungslos durchsetzen wollen und ihr damit gewaltig
auf die Nerven gehen. Doch als Lotta eines Tages auf den
Soloflötisten der Wiener Philharmoniker trifft, gerät ihr Leben
völlig aus der gewohnten Bahn. Im Vergleich mit Schuhen ist
Christian ein wahres Prachtexemplar, in das man sich sofort verliebt
und unbedingt haben möchte. Voller Charme erobert er sofort Lottas
Herz und stellt sie damit vor ganz existenzielle Fragen. Schließlich
möchte Jürgen ihre langjährige Beziehung allmählich durch eine
Heirat offiziell machen. Ein logischer Schritt, vor allem wenn man
bedenkt, dass er als Bankdirektor Lottas Musikschule finanziell
unterstützt. Ist es klug, diese Sicherheit nun aufzugeben? Sollte
sie nicht lieber dankbar sein, für das bequeme Leben, das ihr Jürgen
ermöglicht …?
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Gleichzeitig
geht es um Anita, Christians Frau. Für die ehemalige Stewardess,
deren Ehemann sie damals in ihrer Modelkarriere unterstützte, ist er
der nicht mehr funktionsfähige Schuh. Und das obwohl er seine
hübsche Frau vergöttert und ihr dank seinem guten Verdienst ein
luxuriöses Leben bietet. Aber Christian verbringt als Teil der
Wiener Philharmoniker nicht einmal an Weihnachten seine Zeit zu Hause
im Kreis der Familie...
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Beide
Frauen, sowohl Lotta als auch Anita leiden unter ihrer gegenwärtigen
Beziehung. Und trotz der unterschiedlichen Situation haben sie
einiges gemeinsam. Herd Lind lässt ihre Leserinnen teilhaben an dem
Gefühlsleben beider Protagonistinnen und ihren turbulenten
Verwicklungen rund um Ehe, Familie, Karriere und das eigene
Selbstbewusstsein. Auf ebenso humorvolle wie tiefsinnige Weise darf
man eintauchen in eine Geschichte, die nicht nur den beiden
Protagonistinnen dabei hilft, auf der Suche nach dem richtigen Schuh
voller Mut die Wahrheit zu erkennen.
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Fazit:
Ein Buch, das Spaß macht. Eine heitere Geschichte, die zu denken
gibt. Eine empfehlenswerte Lektüre über zwei der schönsten Dinge –
Männer und Schuhe!
5 Sterne!
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